Wolfgang Heimbach – ein deutscher Barockmaler

Am 22.9. wird im LWL-Museum für Kunst und Kultur die Ausstellung "Wolfgang Heimbach - Ein deutscher Barockmaler an europäischen Höfen" (22.9. bis 4.12.2022) eröffnet. Von Geburt an war Heimbach gehörlos, konnte sich durch Lippenlesen und Zeichensprache aber verständigen.
gemeinfrei, Detail from painting by Wolfgang Heimbach depicting the celebrations when Frederick III of Denmark is instituted as the first Danish absolute King. The detail shows the painter waving his hat

Der Künstler Wolfgang Heimbach (ca. 1613-1679) zählt zu den begabtesten, wenngleich wenig bekannten deutschen Malern des 17. Jahrhunderts. Vom 23.9. bis 4.12. schafft die erste Einzelausstellung Deutschlands in Kooperation mit dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg eine neue Perspektive auf das bewegte, von zahlreichen Ortswechseln geprägte Leben und Schaffen des Künstlers.

Die Liste von Heimbachs Auftraggebern liest sich wie das „who is who“ der europäischen Oberschicht seiner Zeit. Er malte für den österreichischen Erzherzog Leopold Wilhelm, den dänischen König Frederik III. und für Papst Innozenz X. Heimbach wurde in Ovelgönne in der Nähe von Oldenburg geboren. Von Geburt an war Heimbach gehörlos, konnte sich durch Lippenlesen und Zeichensprache aber verständigen. Bereits seine Ausbildung absolvierte Heimbach in den Niederlanden, zog dann über Österreich nach Italien weiter, wo er sich in Rom, Neapel und Florenz aufhielt. Knapp zehn Jahre verbrachte Heimbach dann am Hof des dänischen Königs in Kopenhagen, bevor er sich für den Lebensabend wieder in seine Heimat in Norddeutschland begab.

Öffentliche Führung mit DGS Dolmetscher

(im Museum) 24. September 2022 und 29. Oktober und 26. November 2022, 14-15 Uhr Die Führung ist kostenfrei, es ist nur der Eintritt ins Museum zu zahlen.

Informationen

Besucherbüro LWL-Museum für Kunst und Kultur Tel. 0251/ 5907 201

Der LWL im Überblick:
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) arbeitet als Kommunalverband mit mehr als 19.000 Beschäftigten für die 8,3 Millionen Menschen in der Region. Der LWL betreibt 35 Förderschulen, 21 Krankenhäuser, 18 Museen, zwei Besucherzentren und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für Menschen mit Behinderung. Er erfüllt damit Aufgaben im sozialen Bereich, in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und in der Kultur, die sinnvollerweise westfalenweit wahrgenommen werden. Ebenso engagiert er sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen. Die neun kreisfreien Städte und 18 Kreise in Westfalen-Lippe sind die Mitglieder des LWL. Sie tragen und finanzieren den Landschaftsverband, dessen Aufgaben ein Parlament mit 125 Mitgliedern aus den westfälischen Kommunen gestaltet.

Quelle: https://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=55277

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